Kommunikation über und mit Medien - Multitasking 2.0
Fortbildung des Präventiven Jugendschutzes Frankfurt a.M. in Kooperation mit dem
Medienzentrum Frankfurt a. M.
Fachreferentin der Veranstaltung: Beate Kremser
für Pädagogen/-innen und Multiplikatoren/-innen der Sozial- und Bildungsarbeit
am: 25. August 2010
von: 10.00 bis 16.00 Uhr
im: Medienzentrum Frankfurt, Ostbahnhofstraße 13
Der Alltag eines Teenagers sieht heute oftmals so aus:
Der Fernseher läuft, SMS an die Freunde gehen raus, Twitter meldet die aktuellen Erlebnisse der kleinen Schwester, im Schüler VZ werden die neusten Fotos der letzten Party hochgeladen, auf Wikipedia für die Erdkunde Hausaufgabe recherchiert und zwischendurch noch mal schnell eine Runde Nitendo DS oder Tetris gespielt . Gegessen und getrunken wir nebenbei natürlich auch noch und nicht selten mit der Mutter darüber gestritten dass schon wieder der Rechner die ganze Zeit an ist! Dieser für Kids völlig normale Alltag, beschreibt sehr gut wie selbstverständlich Jugendliche die neuen Medien nutzen. Mehrere Dienste werden parallel, fast gleichzeitig zum kommunizieren, spielen und für die Hausaufgaben genutzt. Mediennutzung geschieht nebenbei und nicht ausschließlich!
In unserer Gesellschaft ist ein neues Massenphänomen angekommen, eine neue Kommunikationskultur hat sich entwickelt, der Erwachsene häufig kritisch gegenüber stehen. Jugendliche sind im Besitz eines technischen Wissens um Kommunikationsformen, das sich absetzt von der Brief- und Schriftkultur der Eltern und den bisherigen Massenmedien. Computerspiele, Chatrooms, Instant Messenger und Online Communities gehören mittlerweile zum Medienalltag unserer Gesellschaft dazu. Allerdings sind Eltern und Pädagogen oft verunsichert, da Kinder und Jugendliche diese Medien besser beherrschen als sie selbst und ihnen meist in der Anwendung weitaus überlegen sind. Der Wissensvorsprung der Älteren ist dahin und damit ihr jahrhundertaltes Selbstverständnis. Das Misstrauen gegenüber dem Neuen wird verstärkt. Die Leidenschaft der Jungen für den PC und Internet wird mit großer Sorge betrachtet und die Begeisterung sowie Faszination nicht verstanden. Hinzukommt kommt manchmal eine negative Presse aber auch durch die tatsächlich vorhandenen Risiken, schlägt diese Unsicherheit nicht selten in Skepsis bis hin zur völligen Ablehnung um.
Worin liegt nun diese Begeisterung und wie kann ich damit umgehen? Welches Wissen benötige ich um eine vorurteilfreie Haltung den neuen Medien gegenüber zu entwickeln und gemeinsam mit den Jugendlichen in Dialog zu treten?
Was tun die Kids im Netz und welche Funktion erfüllen diese sozialen Netzwerke im Jugendalter?
Warum ist es für Jugendliche heute so wichtig ständig mit Freunden in Kontakt zu stehen und über das SchülerVZ, den Chat, das Computerspiel zu reden? Auch bei den beliebten Computerspielen (World of Warcraft, Counterstrike…) spielt das Thema Kommunikation eine immer größere Rolle. In Online Foren wird sich zum spielen verabredet, die neusten Infos ausgetauscht oder zur virtuellen Hochzeit eingeladen. Aber warum sitzen die Kids lieber zu Hause an ihrem Rechner als draußen im Park bei Sonnenschein direkt mit der Freundin zu quatschen? Und welche Rolle spielt die Berichterstattung? Wie sieht es mit Seiten wie spickmich.de aus? Das Recht auf informelle Selbstbestimmung versus freien Meinungsaustausch? Vorgestellt werden verschieden Online Dienste mit und über die Jugendliche kommunizieren, wie z. B. das SchülerVZ, Instant Messenger (MSN, ICQ), das Bewertungsportal spickmich.de, Twitter, Internet Foren, etc.
Die Fortbildung möchte aufzeigen, wie wichtig Kommunikation innerhalb der beliebtesten Webportale für unsere Kids geworden ist und warum. Sie soll helfen dieses Phänomen besser zu verstehen und das gewonnene Wissen entsprechend für die eigene Arbeit zu nutzen.
Die Fortbildungsveranstaltung kostet 30 €. Nach Zusage erhalten Sie die Kontodaten.
Die Anmeldung erfolgt über Jugendschutz@stadt-frankfurt.de oder Fax: 069/212-73013.
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